Pausewang, Gudrun

pausewang

Gudrun Pausewang wurde 1928 in Wichstadtl, Ostböhmen, geboren, wuchs mit ihren fünf jüngeren Geschwistern dort auf und besuchte in Mährisch-Schönberg das Mädchengymnasium. Nach Kriegsende floh ihre Familie nach Westdeutschland. Sie beendete das Gymnasium in Wiesbaden, studierte am Pädagogischen Institut in Weilburg und unterrichtete an Volksschulen, bis sie Anfang 1956 vom Auswärtigen Amt an die deutsche Auslandsschule in Temuco/Chile entsandt wurde, von wo sie 1961 an eine deutsche Schule in Maracaibo/Venezuela überwechselte. 1963 kehrte sie für vier Jahre nach Deutschland zurück und ging 1968 noch einmal für fünf Jahre nach Kolumbien. Die südamerikanische Landschaft und die Mentalität der Bevölkerung Lateinamerikas motivierten sie 1959 zu ihrem ersten Roman, "Rio Amargo", und zur Novelle "Der Weg nach Tongay". Diesen Werken folgten weitere, die z.T. in Südamerika, z.T. in Deutschland entstanden. 1970 wurde ihr Sohn geboren. Kurz darauf begann Gudrun Pausewang, auch für Kinder zu schreiben: Es entstand eine ganze Reihe von außergewöhnlichen, erfolgreichen Kinderbüchern, die das Engagement der Autorin gegen die Not in den Entwicklungsländern und für den Frieden in sich tragen: z.B. "Die Not der Familie Caldera", "Die letzten Kinder von Schewenborn", "Die Wolke". Gudrun Pausewang wurde verschiedentlich ausgezeichnet, u.a. mit dem "Gustav-Heinemann-Friedenspreis" 1984, dem "Buxtehuder Bullen" 1977 und 1984 und dem "Deutschen Jugendliteraturpreis", den sie 1988 für das Buch "Die Wolke" erhielt.. Ihre Bücher wurden z.T. verfilmt und in mehrere Sprachen übertragen. Sie lebt heute mit ihrem Sohn in Schlitz/Osthessen